Sie
ist in unseren Breiten seit dem 17. Jahrhundert bekannt, wird aber
erst in den letzten Jahrzehnten vermehrt eingesetzt. Das Wort stammt
von acus (lat.) = Nadel und pungere (lat.) = stechen. Die Akupunktur ist die hier in Europa am besten bekannte Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Weitere
Komponenten der TCM umfassen die Behandlung mit Pflanzen
(Phytotherapie), die Ernährungslehre, Massage- (Tuina) und
Meditationstechniken (z.B. Qi Gong).
Ziel der Akupunktur ist es, das Fließen der Lebensenergie – des Qi – in den Leitbahnen, den sogenannten Meridianen, wiederherzustellen. Krankheiten entstehen nach chinesischem Verständnis aus einem Ungleichgewicht von Yin und Yang und einem gestörten Fluss von Qi. Dabei betrachtet die TCM den Patienten immer als ganzes Geschöpf, versteht Krankheiten als Störungen des gesamten Organismus mit seinen Regelkreisen und Energieströmen und bezieht die Psyche mit ein.
Indikationen für die Akupunktur
Die Indikationen für Akupunkturbehandlungen sind vielfältig, die TCM ist eine umfassende Therapieoption.
Mithilfe
der TCM kann man regulieren, was gestört ist,
aber nicht
reparieren, was zerstört ist.
Dies gilt für Rückenprobleme ebenso wie für Atemwegserkrankungen, Stoffwechselstörungen, Erkrankungen der Muskeln und Sehnen, Abwehrschwäche und viele andere Anwendungen. Die TCM hat ein ähnlich weites Anwendungsspektrum wie die europäische Medizin.
Gerade bei länger andauernden, chronischen Erkrankungen liegt in der Behandlung mit TCM eine große Chance, ebenso im Bereich der Gesunderhaltung und der Rehabilitation nach Verletzungen, Krankheiten, Operationen.
Rufen Sie gern an und fragen Sie unverbindlich, ob Ihrem Pferd oder Hund mit Akupunktur geholfen werden kann: 0172 - 60 777 55
Akupunkturpunkte
Die meisten Akupunkturpunkte liegen auf den 12 ordentlichen und auf zwei außerordentlichen Meridianen. Die Akupunktur kennt beim Menschen rund 360 Akupunkturpunkte, die auf Pferd und Hund übertragen wurden (transpositionelle Punkte).
Dazu
gibt es zahlreiche klassische Akpunkturpunkte für Pferde und Hunde.
Diese klassischen Punkte sind besonders interessant in der
Tierheilpraxis, da ihre Wirkung jeweils direkt für die Tierart und ihre
speziellen Indikationen etabliert wurde.
An den Akupunkturpunkten ist der Hautwiderstand gegenüber der Umgebung herabgesetzt, d.h. die Leitfähigkeit ist erhöht. Man findet außerdem anatomisch an diesen Punkten vermehrt Gefäßaufzweigungen und -zusammenflüsse. Dies erkärt auch die Entstehung von Energiefeldern an den Akupunkturpunkten. Punktfinder identifizieren diese Energiefelder, was sich gerade beim Menschen gut nutzen lässt. Das Fell des Tieres macht dies außerdordentlich schwierig und Tier-Akupunkteure verlassen sich daher in der Regel auf anatomische Grundlagen und das Fingerspitzengefühl (fester, weicher, Delle, Erhöhung u.a.). Zusätzlich kann die bioenergetische Pulskontrolle zur genauen Punktlokalisation verwendet werden.
Die Behandlung erfolgt mit Akupunkturnadeln, die je nach Indikation eventuell erhitzt werden (Moxibustion), oder anstelle der Nadeln mit dem Laser. Bei neurologischen Indikationen, z.B. Kehlkopfpfeifen oder Ataxie, bietet die Elektroakupunktur eine weitere Therapieoption. Dabei werden mittels eines TENS-Gerätes elektrische Impulse über die Nadel in Akupunkturpunkte geleitet.
und ein paar Worte zum Schluss
TCM und Veterinärmedizin stehen nicht im Gegensatz. Ich mag daher die Bezeichung "alternative" Medizin nicht und bezeichne die Naturheilkunde insgesamt lieber als ""komplementäre" Medizin. Schulmedizin und TCM ergänzen sich hervorragend und die Zusammenarbeit von Tierärzten und Tierheilpraktikern ist die beste Voraussetzung um das zu erreichen, was wir alle wollen: ein gesundes Tier.